Das Eierschieben
Ein Volksfest mit Tradition
Der Eierjokel
Am Ostersonntag zieht es die Bautzener und ihre Gäste zu Tausenden aus den Häusern. Schließlich gilt die Stadt zu Recht als "Hauptstadt des Osterfestes". Zu den bekanntesten Traditionen - neben der Reiterprozession - zählt das Eierschieben. Seine Ursprünge hat es vermutlich in einem sorbischen Brauch, der bereits im 16. Jahrhundert ausgeübt wurde. Heute zieht das großes Volksfest alljährlich bis zu 15.000 Besucher an.
Anders als in vergangenen Zeiten rollen allerdings keine echten Eier, Süßigkeiten und Apfelsinen mehr den steilen Hang zur Spree hinunter. Statt dessen werfen die Erwachsenen bunte Plastibälle. Diese werden von den Kinder gefangen und können an einem Stand in Geschenke umgetauscht werden. Geleitet und moderiert wird das Spiel vom Eierjokel, einem Bautzener Original.
Begleitet wird das bunte Treiben von einem Programm des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters und des Sorbischen National-Ensembles Bautzen. An einem Ostermarkt mit über 30 Ständen können die Besucher zudem Leckereien aus der Region genießen und Oberlausitzer Handwerkskunst bewundern. Keramik, Korbwaren, österliche Gestecke, Tee, Kräuter und Pflanzen zählen ebenso zum Angebot wie Wurst und Fleisch aus dem Rauch und Brot aus dem Holzofen.




